Dan Pink hat ein Buch darüber geschrieben, was uns wirklich motiviert. Denn für alle Jobs, bei denen es nicht nur um repetitive manuelle Tätigkeiten geht, ist eine reine finanzielle Motivation gar nicht förderlich – eher im Gegenteil. Aber seht selbst:
Dollar Origami Lite (Origami aus 1 Dollar Scheinen falten)
CPR & Choking (Erste Hilfe)
vTie Necktie Guide (wie man einen Schlips bindet)
Magic Shop (Zaubertricks lernen)
iTextSpeed Lite (schnelles Tippen auf dem iPhone lernen)
Knots Free (Knoten lernen)
Free Morse Code (Morse Zeichen lernen)
Pocket Piano Song Universe Lite (Klavierstunden auf dem iPhone)
Chess.com (Schachspielen lernen)
Mixology (Cocktailrezepte)
Ich könnte mir vorstellen, dass es in Zukunft noch mehr von dieser Sorte Apps gibt, wenn das iPad (und ähnliche Gadgets) in der breiten Bevölkerung angekommen sind.
Seth Godin verbreitet inspirierende Gedanken und Ideen wie eine Konfetti-Kanone, schreibt fast täglich einen Blogpost mit Gedankenschnippseln und jedes Jahr ein Buch mit interessanten Gedanken und Ideen. Sein Erfolgsrezept, wie er selbst sagt: “I notice things”.
Sein neuestes Buch heißt “Linchpins” und dreht sich um bestimmte, sehr wertvolle Typen für eine Unternehmenskultur – die allerdings nicht immer sehr Organisations- und Hierarchiekompatibel denken und handeln.
Ich vermute, dass seine Unterteilung typischer Charaktere in “Hunter” und “Farmer” aus in diesem Buch besprochen wird. Die Bezeichnungen verraten schon vieles.
Hunter sind Jäger. Sie sind aus auf einen schnellen Abschuss, jagen gerne mal länger, treffen dann aber schnell in Schwarze. Sie sind sehr ungeduldig und zielfokussiert.
Farmer sind Verwalter und Kümmerer. Sie können sich lange mit viel Geduld darum kümmern, dass Dinge langsam und solide entstehen.
Für viele Situationen ist es hilfreich zu erkennen, mit welcher Art von Mensch man es zu tun hat. Nur dann kann man die Anreize für diese Personen richtig formulieren. Egal ob im Team oder bei der Neukundenakquise. Seth Godin zählt einige Möglichkeiten in seinem Blogpost auf.
Man hat davon sicherlich schon mal gehört: materielle Anreize verhelfen nicht unbedingt zu mehr Motivation. Stattdessen sind drei andere Faktoren wichtig. In diesem sehr inspirierenden TED Talk wird erklärt, was das ist:
Interessant, dass das immer noch von vielen Unternehme falsch gemacht wird…
Eines der besseren Deutschen Produktivitätsblogs in Deutschland, “imgriff.com” hat eine Übersicht über eine Menge Internationaler (und nationaler) Produktivitätsblogs erstellt. Es sind, sage und schreibe, über 500 Blogs. Als ich damals mit dem Tippblogger anfing, waren es gefühlt nicht einmal ein zehntel so viele. Scheint so, als ob auch diese Nische konsequent im Web belegt wird.
TED ist nach wie vor eine der inspirierendsten Vortragsreihen weltweit. In dem folgenden Video erklärt Alain Button seine Idee von Erfolg:
Alain de Botton examines our ideas of success and failure — and questions the assumptions underlying these two judgments. Is success always earned? Is failure? He makes an eloquent, witty case to move beyond snobbery to find true pleasure in our work.
Tech Is Too Cheap to Meter: It’s Time to Manage for Abundance, Not Scarcity.
Eine interessante These: Technologie ist nicht mehr der Engpass, ebenso wenig ist es der größte Kostentreiber. Die Aufmerksamkeit der Menschen ist der Engpass (die “Ökonomie der Aufmerksamkeit” ist seit über 10 Jahren ein Thema), und verursacht als solcher oftmals höhere Kosten als die Anschaffung von mehr Speicherplatz, schnelleren Rechnern, etc.
Für einige Beispiele ist das auch sehr gut nachvollziehbar: Wenn ältere Informationen aus Platzmangel auf der Festplatte wegarchiviert werden, dann kann der Zugriff auf das Archiv schon mal etwas länger dauern. Wenn es dann noch nicht mal die eigenen Festplatten sind, sondern die Daten auf Archivmedien gebannt in irgendeinem Archivkeller gestapelt rumliegen, dann kann sehr viel Zeit vergehen, bis man weiterarbeiten kann. Da Zeit bekanntermaßen Geld ist, kann die Such- und Wartezeit viel Geld kosten. Je nach dem, welchen Stundensatz man eigentlich in Rechnung stellen könnte, wenn man direkt hätte weiterarbeiten können, denn kein Kunde wird einem die Such- und Wartezeit bezahlen wollen.)
Chris Andersons These: ein wenig mehr Geld für billige Technologie (abundance: Überfluß) ausgeben, um die begrenzte Ressource Aufmerksamkeit (scarcity: Mangel) besser zu nutzen.
Klingt logisch, und bringt mich zu der nächsten Frage: Wisst Ihr eigentlich, welche Parameter in Eurem Leben die Mangel- und welche die Überflußvariablen sind?
Quält Ihr Euch mit veralteten Rechnern rum? Sortiert Ihr ständig Eure (digitalen) Daten neu, weil auf der Festplatte zu wenig Platz ist?
Verbringt Ihr zu viel kostbare Zeit damit, Dinge zu tun, die andere für wenig Geld besser und schneller machen können, statt selbst das zu tun, was Euch den meisten Ertrag bringt (oder Vergnügen bereitet)?
Lest Ihr jedes Buch/Zeitschrift von vorne bis hinten durch, weil das Geld ja bereits “investiert” wurde, statt die (zugegebenermaßen schwierige) Entscheidung zu treffen, ein mittelmäßiges Buch halbgelesen wegzulegen?
Es gibt sicherlich noch sehr viel mehr Beispiele von Situationen, in denen man “Mangel” und “Überfluß” aus verschiedensten Gründen nicht korrekt einschätzt, aber es lohnt sich dennoch immer mal wieder darauf zu achten!