Tipps gegen Aufschieberitis
By Roland in Link Tipps,Produktivität | 1 comment
Im Spiegel Online gab es letzte Woche einen Artikel über “Procrastination” oder Aufschieberitis, wie es im Volksmund bekannt ist. Eine Volkskrankheit, unter der viele leiden, die wahrscheinlich vielen das Leben schwer macht und der Volkswirtschaft viel Geld kostet. Dabei kann man das Problem durch eine Änderung der Sichtweise auf die anstehenden Dinge ändern.
Ein paar der Symptome kennt man, insbesondere die folgenden kenne ich selbst sehr gut:
Vor allem, wenn ich Hausarbeiten abgeben muss, bin ich permanent online. Da klatsche ich schnell ein Inhaltsverzeichnis hin, damit ich mein Gewissen beruhigt habe. Und dann fülle ich zwei Stunden bei Facebook die Weltkarte mit den ‘Orten, an denen ich schon gewesen bin’.
Ganz schlimm ist es auch bei YouTube. Da kommt man vom Hundertsten ins Tausendste, weil es da einfach alles gibt. Schräg ist auch, dass mich plötzlich alles interessiert: alte Talkshow-Mitschnitte oder Handy-Videos.
Auch Haushaltstätigkeiten erscheinen auf einmal weniger lästig, wenn man anderen Aufgaben damit aus dem Weg gehen kann.
Schlimm wird es allerdings, wenn man im Alltag nur noch aufschiebt. Denn dann gerät man in eine unangenehme Spirale, die angeblich bis hin zu psychischen Störungen und sogar Depressionen führen kann.
Was kann man dagegegen tun? Bei Spiegel heisst es:
Im Grunde gilt die gute, alte Devise “Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung”. Die ersten Tipps lauten: pünktlich anfangen, realistisch planen, die Arbeit strikt vom restlichen Tagesinhalt trennen. Wer fragmentiert arbeite, also in kleinen unstrukturierten Häppchen, mit vielen Unterbrechungen, neige ebenfalls zum Prokrastinieren. [...] Klar ist: Zwei Stunden effektive Arbeit am Tag sind mehr wert als endloses Gequäle über die Woche verteilt.
In meinen Augen ist es das wichtigste, große Aufgaben in überschaubare kleine Häppchen zu unterteilen. Nichts schreckt mehr ab, als eine große, kompliziert und lang andaurnd erscheinende Aufgabe. Man weiss nicht wo anfangen und schreckt auch davor zurück, jetzt “in diesem Moment” anzufangen, weil man glaubt, später mehr Zeit dafür aufwenden zu können.
Mit kleinen, überschaubaren “Action items”, also Aktionshäppchen, die man sofort angehen und innerhalb von 30-60 Minuten erledigen kann, erscheint ein großes Projekt plötzlich handhabbarer.
Auch imgriff.com hat sich des Themas angenommen und schreibt über die “Unschedule” Methode.
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